Station 16b Ost
Das Team ist nett, das vorweg. Die meisten stehen Praktikanten neutral oder positiv gegenüber. Einzelne Mitarbeiter sind auch (wenn man sich entsprechend engagiert zeigt) wirklich bemüht einem was beizubringen und lassen einen nach einer Zeit auch einiges (unter Aufsicht/Anleitung) selbst machen (Katheter ziehen, Drainagen ziehen, Stoma-Beutel wechseln, Klammern entfernen etc.). An sich gehen die täglichen Aufgaben aber kaum über das morgendliche Blutdruck messen, Essen verteilen und wieder einsammeln und das auffüllen der Materialien in den Patientenzimmern hinaus, vor allem wenn oben genannte Mitarbeiter nicht da sind. Auf die Chance auch mal in den OP oder die Poliklinik gucken zu dürfen kann man allerdings nicht hoffen, außer man fragt sehr penetrant nach (was man ja eigentlich eher nicht möchte), nimmt es selbst in die Hand oder ein Mitarbeiter aus der Pflege nimmt sich deiner an und setzt sich für dich ein (wie bei mir). Das ist besonders schade, weil die Ärzte sich eigentlich sehr über Praktikanten im OP freuen und das Team auf Station einen eigentlich auch ermutigt nachzufragen und es unterstützt. Wenn man hier das Pflegepraktikum macht ist man wirklich für den gesamten Zeitraum auf Station, was natürlich bei so einer großen Klinik etwas schade ist. Der Dienstplan, den man bekommt, ist genauso wie der einer Pflegekraft, man arbeitet also auch häufig 10 Tage am Stück. Letztendlich würde ich auf keinen Fall mein Pflegepraktikum wieder dort machen oder es jemanden weiterempfehlen, obwohl das Team an sich wie gesagt nett war. Einem wird leider sehr das Gefühl gegeben, als kostenlose Aushilfe eingesetzt zu werden, wodurch man auch schnell mal für mehrere Tage im Spüldienst landen kann. Spätestens ab dem Punkt war es dann auch mit meiner Motivation vorbei.